Grenzen setzen – neue Wege beschreiten

Grenzen setzen heißt, sich selbst wahrzunehmen und Klarheit darüber zu schaffen, was man benötigt, um im gesunden Fluss des Lebens zu bleiben und daraus wieder offen für Neues sein zu können.

Wer ständig zulässt, dass seine Grenzen überschritten werden, wird auf Dauer krank werden. Es kann mit häufigen Kopf- und Kreuzschmerzen beginnen und zu schwerwiegenden Krankheiten führen. Wer Grenzen nicht kennt, kann nicht verhindern, dass andere ständig die eigenen Grenzen überschreiten. Daher ist es wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen: Wie kann ich gut auf Grenzverletzungen reagieren? Wie kann ich bewusst Grenzen setzen und Nein sagen? Wie komme ich zu einer guten inneren Balance?

Der Umgang mit Grenzen hat daher eine sehr zentrale Bedeutung für unsere Lebensqualität: nämlich sich vor Übergriffen schützen zu können. Deshalb ist es wichtig die eigenen Grenzen zu erkennen und auch benennen zu können.

Wir kennen alle die Frage: Warum hast du nicht? Immer wieder ärgern wir uns über das gleiche Verhaltensmuster und über unser Ja-sagen, wenn wir nein meinen.

Eine gute Form des Umgangs mit Grenzverletzungen ist, sich nicht in den Kreislauf von Grenzverletzungen und in den Gegenkreislauf von Grenzverletzungen hineinzuziehen, sondern damit aufzuhören.

Beginnen Sie rechtzeitig Nein zu sagen und die eigenen Grenzen zu verteidigen und zu achten:

  • zu formulieren, was man nicht will,
  • auszudrücken, wozu man nicht bereit ist,
  • abzulehnen, was man nicht tun will

Signalisieren Sie Grenzverletzungen immer sofort in der Ich-Form:

Ich bin verärgert, mich stört, ich bin echt sauer.

Machen Sie Grenzen immer durch klare Signale sichtbar.

Viele Menschen haben Angst ein Nein auszusprechen, um nicht die Zuwendung oder das Vertrauen der anderen Person zu verlieren, oder die Angst vor der Aggression anderer, oder Angst vor dem eigenen nicht gelebten Aggressionspotenzial.

Meistens ist aber nicht die mitgeteilte Grenze oder das Nein das Problem, sondern die Art und Weise wie es ausgedrückt wird. Wichtig ist es daher ein Gespür für die Situation, für die Art und Weise, zu entwickeln wie eine Grenze gesetzt wird. Es gilt Grenzen mit Respekt zu setzen.

Was heißt sich selbst Grenzen zu setzen?

  • Zeit haben heißt nein sagen.
  • Der Arbeitszeit ein Ende setzen
  • Sich selbst Grenzen setzen: wann habe ich

genug?

Ebenso sind Grenzen in der Partnerschaft wichtig, denn nur wer sich abgrenzen kann, kann dem Partner auch wirklich nahe kommen.

Auch am Arbeitsplatz sollten Sie sich die Frage stellen:

  • Wie nahe darf mir der Arbeitskollege/kollegin sein?
  • Wie privat möchte ich mit ihm/ihr sein?
  • Welche Themen besprechen wir? Welche sicher nicht?
  • Wie ist das Verhältnis vom Vorgesetztem und Mitarbeitern?
  • Wie verstehen wir unsere Beziehung als Arbeitskollegen/innen

Beginnen Sie noch heute mit dem Erkennen ihrer Grenzen.

Die Fähigkeit, das Wort „Nein“ auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit“

Nicolas Chamfort